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Werte

Newsletter: Vertrauen

„Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche.“ 
// Mohandas Karamchand Gandhi, Rechtsanwalt

Die neue Quartalsplanung wird mit einem zwei-tägigen Offsite eingeleitet. Die Manager die daran teilnehmen haben vorab von ihren Teams die neuen OKRs (Objectives and Key Results) eingesammelt. Nachdem sich alle in der großen Runde anderthalb Tage abgestimmt, ausgetauscht und verhandelt haben, kommt am Nachmittag des zweiten Tages der CEO dazu. Das aktuelle Ergebnis wird vorgestellt, debattiert, zerrissen und am Ende mit einem anderen Resultat im Sinne des CEO verabschiedet. 

Für den ein oder anderen Leser mag dieses Vorgehen altbekannte Routine sein. Die Teams werden nach eigenen Zielen gefragt, die sich an den definierten Jahreszielen orientieren. Doch durch vorhandene Machtstrukturen, Kontrolle und Entscheidungsbefugnisse wird der Grundgedanke der Partizipation sofort wieder zunichte gemacht. 
Für mich zeigt das genannte Beispiel, dass den Mitarbeitern nicht zugetraut wird, die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Im Alltag kann dies dazu führen, dass das Management zum Bottleneck wird, da immer alles von „oben“ abgesegnet werden muss. Oftmals geht dies einher mit Mitarbeitern, die damit beschäftigt sind, Folien zu erstellen und diese in diversen Runden vorzutanzen. 

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Newsletter: Zeitgemäß

„Agile is about slowing down. Not to plan, but to think and explore. Not to figure out how to meet the deadline, but to make sure we build the right thing. Not to take on more, but to take on less.“ 
// Thorbjørn Sigberg

Passend zum Jahreswechsel kam mir das Wort „zeitgemäß“ in den Sinn. Nehmen wir als Beispiel einen Besuch im Café in der Mittagspause. Ich bekomme in einem Einwegbecher meinen Latte Macchiato in die Hand und verlasse das Geschäft. Nach 20 Minuten schmeiße ich den Becher in den Mülleimer und kümmere mich wieder um meine Arbeit.
Millionen von Menschen machen das, vielleicht sogar täglich. Nichts Verwerfliches auf den ersten Blick. Eigentlich ist es aber ein großes Thema. Ein sehr Großes. Zu viel für eine Randnotiz. Hier nur die Schlagworte: Verpackungsmüll, Milch, Tierhaltung, fairer Kaffee.
Tauschen wir die Worte einmal gegen ebenso zeitgemäße Begriffe: Agil, Scrum, Kanban, Transformation. „Agil sein“ wird vor allem mit dem Austausch von Methoden gleichgesetzt oder mit Geschwindigkeit verbunden. Dabei geht es genau um das Gegenteil: Es geht um eine andere Mentalität. 

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Gastbeitrag: Agile Glückskekse

Gastbeitrag: Sven Röpstorff www.agiletransparency.com

Am letzten Wochenende war ich nach längerer Zeit mal wieder bei meinem Lieblingschinesen. Mal ganz abgesehen davon, dass die knusprige Ente mit schwarzen Bohnen wie immer sehr köstlich war, hat mich der in meinem zum Abschluss überreichten Glückskeks enthaltene Sinnspruch positiv überrascht. Diesmal enthielt er nicht das übliche Blabla, sondern einen Leitsatz, den ich in meinen agilen Workshops und Trainings in ähnlicher Form auch immer forciere:

„Vergiss alles, was nicht hier und heute ist“

Besonders bei der Vermittlung der agilen Werte kann man diesen Satz mehrfach einsetzen:

Commitment & Focus
Wir haben uns auf die User Stories im aktuellen Sprint committed und fokussieren uns darauf. Was danach kommt, kann sich sowieso noch mehrfach ändern, es interessiert uns heute nicht.

Openness
Gerade in einem tradionellen Projektumfeld herrscht oft noch die Erwartungshaltung, dass alle „Arbeitspakete“ bis zum Ende des Projektes definiert und mit Aufwänden versehen sind. Zur Offenheit und Transparenz gehört es, allen klarzumachen, dass wir die später kommenden Features erst dann betrachten, wenn sie im „hier und jetzt“ angekommen sind. Keep Reading