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Prinzipien

Halte deinem Team den Wertespiegel vor

Auf wertehelden.de ist die Spielesammlung gewachsen. Passend zum Buch “Agile Werte leben” finden Scrum Master:innen, Agile Coach:innen oder Führungskräft:innen dort eine Reihe an Spielen, die alleine oder mit Teams gespielt werden können. Im Vordergrund stehen die Arbeit an der Haltung und an einem gemeinsamen Verständnis der jeweiligen Werte für das Team. Basis des Buches und der Spiele sind die fünf Scrum Werte Respekt, Mut, Fokus, Offenheit und Commitment ergänzt durch Vertrauen, Kommunikation und Feedback.

Diese Werte sind die Basis für eine gesunde Zusammenarbeit und Gesprächsgrundlage, um sich mit dem “Wie wollen wir zusammen arbeiten?” auseinanderzusetzen. Beim Spiel “Wertespiegel” geht es darum, das Eigen- und Fremdbild von Teammitgliedern abzugleichen. Teilnehmende bekommen den Spiegel vorgehalten, ob ihre Einschätzung von sich selbst mit denen der anderen Teammitglieder:innen übereinstimmt. Gleichzeitig schauen alle gemeinsam nach Verbesserungspotential.

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Werteheld*innen

Im Februar habe ich auf meinen Artikel 8 Werte für die Helden der Arbeit hingewiesen, indem es um die folgenden acht Werte ging.

Respekt, Mut, Fokus, Offenheit, Selbstverpflichtung (Commitment), Vertrauen, Kommunikation und Feedback. 

Diese Werte habe ich gemeinsam mit Laura im Buch Agile Werte leben genauer betrachtet.
Heute möchte ich dich darauf aufmerksam machen, dass neben dem Buch eine Reihe an Videos sowie wertstiftende Spiele entstanden sind, die du als Intervention in deinen Arbeitsalltag einfließen lassen kannst. Diese sollen dich dazu ermuntern, dich auf eine andere Art und Weise dem Thema Wertearbeit zu nähern. 

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Werte (be)leben

Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt, Gelehrter

Vor einigen Jahren begleitete ich ein Unternehmen, dass schon viele Jahre am Markt ist. In meiner Rolle als Agile Coach sorgte ich anfangs vor allem in den Entwicklungsteams dafür, dass bewusst auf agile Werte und Prinzipien geachtet wurde. Ich ließ Teams entscheiden, welche Werte sie für am wichtigsten und sinnvollsten hielten. Ich traf Vereinbarungen mit Führungskräften und einigte mich auf einige wenige Werte, die nun für alle galten. Diese wurden im Anschluss für alle Mitarbeiter sichtbar gemacht und immer wieder während Retrospektiven, den täglichen Stand-ups oder bei der Auswertung des Stimmungsbildes im Team bewusst vor Augen gehalten. Sie wurden zu einem wichtigen Bestandteil des Arbeitsalltags. Dies gelang dadurch, dass ich auch von den Führungskräften das Leben der Werte einforderte und jeder die Werte akzeptierte, dadurch dass sie gemeinschaftlich beschlossen wurden und als klare Leitplanken galten. 

Je stärker die Akzeptanz der Werte in den von mir begleiteten Abteilungen wuchs, desto mehr kam es an Schnittpunkten mit anderen Abteilungen zu einem Kultur-Clash. Zuerst löschte ich die Feuer im Kleinen. Dabei wurde jedoch immer deutlicher, dass die Firma mit ihrer langen Historie, den Abteilungssilos und diversen Führungswechseln keine klaren Unternehmenswerte benennen konnte. Anfänglich war ich froh, dass ich mit meiner Bitte, neue Werte für die Organisation zu erstellen, auf offene Ohren stieß. 

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8 Werte für die Helden der Arbeit

Als ich vor vielen Jahren in einer Agentur als Projektmanager arbeitete, war mein Arbeitsalltag von vielen persönlichen Tiefschlägen, harten Auseinandersetzungen, Bevormundung, Misstrauen, Überstunden sowie durch das Anzweifeln meiner Fertig- und Fähigkeiten geprägt. Es ging nicht nur mir so. Es herrschte eine gelebte Angstkultur, anhaltender Druck und das ständige Gefühl, nichts richtig zu machen oder entscheiden zu können. Meine anfängliche Euphorie, etwas bewegen zu können, schwand jeden Tag und ich stellte mir oft die Frage: Ist das jetzt mein Arbeitsleben?

Nachdem ich die Agentur hinter mir gelassen hatte und eine neue Stelle annahm, passierte das Beste, was mir zur damaligen Zeit passieren konnte. Ich kam in Berührung mit Scrum. Für mich eröffnete sich eine ganz neue Welt. Ich saugte förmlich alles zum Thema auf. Agilität wurde für mich zum Inbegriff des Arbeitens und ich war so froh, dass der Mensch in den Vordergrund rückte. Für viele meiner damaligen Kollegen war es ein Neuanfang. Es war eine ganz besondere Atmosphäre und ich spürte, dass meine Wertvorstellungen auf Gleichgesinnte trafen. Seitdem ist für mich klar, dass es nichts Wichtigeres für den Unternehmenserfolg gibt, als die Menschen dahinter und die Freiheit, Werte zu leben.

Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen durch die voranschreitende Digitalisierung und Dynamik der Märkte für Unternehmen stark verändert. Der notwendige Wandel und die damit einhergehenden Lernzyklen müssen in immer kürzer werdenden Zeitabständen erfolgen. Durch die starke Verdichtung zählt vor allem der schnelle oder nächste Erfolg. Doch ich bin der festen Überzeugung: Legt ein Unternehmen keine solide Basis für eine Wertekultur und hinterfragt es nicht alte Denkmuster, ist es in kritischen Phasen und zunehmend unsicheren Zeiten unzureichend aufgestellt.

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Gewohntes

Laufen Sie immer im Uhrzeigersinn? Mir ist vor einigen Jahren aufgefallen, dass ich einige Dinge nicht so mache wie andere. Beim Joggen laufe ich zum Beispiel immer gegen den Uhrzeigersinn. Mein innerer Kompass bestimmt das eigenständig. Aus Gewohnheit. Letztens musste ich meine Route ändern und lief am Ende ein Teil der Strecke im Uhrzeigersinn. Mir wurde bewusst, wie bereichernd das war. Ich sah vieles zum ersten Mal und entdeckte die Laufstrecke aus einem ganz anderen Blickwinkel. Diese Erfahrung brachte mich auf die Idee zu diesem Artikel.
Im Arbeitsleben läuft vieles auch sprichwörtlich im Uhrzeigersinn. Häufig werde ich als Berater oder Coach dazu geholt, um die Richtung zu hinterfragen und neue Wege zu erarbeiten oder aufzuzeigen. Das ist gar keine so leichte Aufgabe. Ich zitiere oft folgendes Ergebnis einer medizinischen Studie: Schwerkranken Herzpatienten wurde gesagt, dass sie sehr wahrscheinlich bald sterben würden, wenn sie ihre Gewohnheiten nicht ändern, bspw. durch Sport, gesündere Ernährung oder Verzicht auf Alkohol. Lediglich einer von sieben Patienten schafft es wirklich, einen neuen Weg einzuschlagen. 

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