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Kollaboration

Gewohntes

Laufen Sie immer im Uhrzeigersinn? Mir ist vor einigen Jahren aufgefallen, dass ich einige Dinge nicht so mache wie andere. Beim Joggen laufe ich zum Beispiel immer gegen den Uhrzeigersinn. Mein innerer Kompass bestimmt das eigenständig. Aus Gewohnheit. Letztens musste ich meine Route ändern und lief am Ende ein Teil der Strecke im Uhrzeigersinn. Mir wurde bewusst, wie bereichernd das war. Ich sah vieles zum ersten Mal und entdeckte die Laufstrecke aus einem ganz anderen Blickwinkel. Diese Erfahrung brachte mich auf die Idee zu diesem Artikel.
Im Arbeitsleben läuft vieles auch sprichwörtlich im Uhrzeigersinn. Häufig werde ich als Berater oder Coach dazu geholt, um die Richtung zu hinterfragen und neue Wege zu erarbeiten oder aufzuzeigen. Das ist gar keine so leichte Aufgabe. Ich zitiere oft folgendes Ergebnis einer medizinischen Studie: Schwerkranken Herzpatienten wurde gesagt, dass sie sehr wahrscheinlich bald sterben würden, wenn sie ihre Gewohnheiten nicht ändern, bspw. durch Sport, gesündere Ernährung oder Verzicht auf Alkohol. Lediglich einer von sieben Patienten schafft es wirklich, einen neuen Weg einzuschlagen. 

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10 Jahre Scrum

„Success is not delivering a feature, it is learning how to solve a customer’s problem.“ 
// Eric Ries

Ich habe letztens festgestellt, dass mich Scrum mittlerweile über 10 Jahre in unterschiedlichen Unternehmen und Kontexten begleitet. Ein guter Zeitpunkt, um eine kurze Wasserstandsmeldung zu wagen.   

Meine agile Reise fing 2008 an. Ich erzähle noch heute immer wieder gerne von meiner Begeisterung, als ich die ersten Vorträge hörte, das erste Team als Scrum Master begleitete und wie die Sogkraft von Scrum immer stärker wurde. Daran hat sich bis heute auch nichts geändert. Für mich waren vor allem die Werte und Prinzipien des Agilen Manifests hinter Scrum der ausschlaggebende Punkt meiner steigenden Wissbegierde und starken Verbindung. Endlich steht der Mensch im Vordergrund. Egal ob im Unternehmen oder als Kunde.  

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Gastbeitrag: Die vierte Frage im Daily Scrum

Gastbeitrag: Sven Röpstorff www.agiletransparency.com

Im Rahmen des Daily Scrums werden von jedem Teammitglied in der Regel die folgenden drei Fragen beantwortet:

  • Was habe ich seit dem letzten Daily Scrum erreicht?
  • Was will ich bis zum nächsten Daily Scrum erreichen?
  • Was hindert mich im Moment daran, meine Arbeit zu machen?

Die ersten beiden Fragen sind sowohl für die Teamkollegen (Synchronisation) als auch für den ScrumMaster (Fortschritt? Tasks klein genug?) interessant, die dritte hauptsächlich für den ScrumMaster (“Impediment! Are you ready to die?”).

Insbesondere bei eingespielten Teams, die sowieso sehr eng zusammenarbeiten, können die Daily Scrums sehr zügig über die Bühne gehen. Oft passiert es dabei, dass Impediments nicht mehr explizit benannt werden, sondern irgendwo im Grundrauschen verschwinden. So entsteht der Eindruck, dass alles prima läuft. Am Ende des Sprints kann dann das böse Erwachen kommen: Keep Reading