Browse Tag

Fehler

Gewohntes

Laufen Sie immer im Uhrzeigersinn? Mir ist vor einigen Jahren aufgefallen, dass ich einige Dinge nicht so mache wie andere. Beim Joggen laufe ich zum Beispiel immer gegen den Uhrzeigersinn. Mein innerer Kompass bestimmt das eigenständig. Aus Gewohnheit. Letztens musste ich meine Route ändern und lief am Ende ein Teil der Strecke im Uhrzeigersinn. Mir wurde bewusst, wie bereichernd das war. Ich sah vieles zum ersten Mal und entdeckte die Laufstrecke aus einem ganz anderen Blickwinkel. Diese Erfahrung brachte mich auf die Idee zu diesem Artikel.
Im Arbeitsleben läuft vieles auch sprichwörtlich im Uhrzeigersinn. Häufig werde ich als Berater oder Coach dazu geholt, um die Richtung zu hinterfragen und neue Wege zu erarbeiten oder aufzuzeigen. Das ist gar keine so leichte Aufgabe. Ich zitiere oft folgendes Ergebnis einer medizinischen Studie: Schwerkranken Herzpatienten wurde gesagt, dass sie sehr wahrscheinlich bald sterben würden, wenn sie ihre Gewohnheiten nicht ändern, bspw. durch Sport, gesündere Ernährung oder Verzicht auf Alkohol. Lediglich einer von sieben Patienten schafft es wirklich, einen neuen Weg einzuschlagen. 

Keep Reading

Wir sind agil. Wir arbeiten mit Scrum!

„Changing practices is one thing; changing minds is quite another.“ 
// Mike Cohn

„Wir nutzen ein Kanban. Wir sind agil.“ Egal wie man es dreht oder wendet, diese Aussagen höre ich oft in Erstgesprächen oder während meiner Begleitung bei Kunden. Eine Trainingsteilnehmerin sagte letztens passend zu Beginn: „Ich würde gerne wissen, ob da noch mehr ist, als Post-its hin und her zu schieben.“ 

Sehr viele Unternehmen haben sich in den letzten Jahren lediglich der Methodik zugewandt. Die Mitarbeiter blieben dabei auf der Strecke. Trotzdem finden sich in jeder Selbstdarstellung – neben dem reichhaltigen Obstangebot – eine Reihe an Schlagworten, die ein „agiles Bild“ mit entsprechenden „Mindset“ zeichnen. „Agil“ bedeutet dann zum Beispiel in der Praxis, dass Scrum „passend gemacht“ wird, die Vorgesetzten Selbstorganisation verordnen, die Führungskräfte denken, dass sie sich nicht verändern müssen, Teams nicht autonom entscheiden können oder interdisziplinär aufgestellt sind und Hierarchien auf- anstatt abgebaut werden. Vieles davon läuft in Kombination mit politischen Rangeleien, Intransparenz, schlechter Kommunikation, fehlender Vision, nicht gelebter Fehlerkultur oder Veränderungswille. 

All das ist Alltag und zeichnet ein ganz anderes Bild, als die Selbstdarstellung der Unternehmen nach außen. Scrum löst diese Probleme nicht, sondern macht sie sichtbar. Nur Menschen können diese Probleme lösen. Die Mitarbeiter erlangen in den oben beschriebenen Szenarien eine wesentliche Erkenntnis: So nicht! Und diese Haltung kann sehr viele Facetten haben. Aber zum Glück sind wird ja agil! 

Einmal im Quartal halte ich meine Leser mit einer persönlichen Randnotiz zu agilen Themen auf den Laufenden. Lesen Sie mit und melden Sie sich hier an.

Product Owner im Potrait – Interview Heike Funk

Wie in der vergangenen Woche angekündigt, starten wir in dieser Woche mit der Serie „Product Owner im Potrait“. Heike Funk wird heute über ihre Erfahrungen in der Rolle als Product Ownerin berichten. Lernen sie ihre persönlichen Erfolgsfaktoren innerhalb eines Scrum Teams, der Arbeit mit Kunden und Abstimmung mit Projektbeteiligten kennen. Erfahren sie, welche persönlichen und allgemeinen Herausforderungen dieser zentralen Scrum Rolle anhaften und welche Fehler auf keinen Fall gemacht werden sollten. 

Steckbrief

  • Name: Heike Funk
  • Alter: 31
  • Angestellt als: Director eRecruiting Products
  • Product Owner Rolle seit: April 2010
  • Berufserfahrung gesamt: 10 Jahre
  • Branche: Internet
  • Produkt Thema: Job-Portal

Was ist deines Erachtens das Schwierigste bei der Erfüllung der Product Owner Rolle?

Als Product Owner trägt man volle Verantwortung für sein Produkt. Alles, was man tut, ist darauf ausgerichtet, das Produkt erfolgreich zu machen. Hierfür benötigt man Input von vielen Stakeholdern – internen und externen. Am Wichtigsten sind natürlich die Kunden bzw. Nutzer des Produktes und diejenigen, die wir zu Nutzern machen wollen. Es gilt herauszufinden, was sie sich wünschen und das dann zusammen mit den Kenntnissen über den entsprechenden Markt in die Entwicklung des Produktes einfließen zu lassen. Aber auch diverse interne Stakeholder haben Input und Ideen für ein Produkt. Diese sollte man als Product Owner aufnehmen und neben eigenen Ideen bewerten, verwerfen oder berücksichtigen. Am Ende muss man selber entscheiden, was als nächstes umgesetzt wird und das dann auch vertreten. Für mich ist dies oftmals die größte Herausforderung. Man kann selten allen Leuten gerecht werden und es wird oftmals verlangt, dass man Entscheidungen ausgiebig rechtfertigt, noch bevor der Erfolg abgewartet wird. Keep Reading

7 interessante Antworten von Sven Röpstorff

Im zweiten Interviewbeitrag zur kürzlich eröffneten Serie „7 interessante Antworten von…“, wird Sven Röpstorff Rede und Antwort stehen. Sven hat in 15 Jahren Projektarbeit reichhaltige Erfahrungen in Projekten gesammelt und ist mit 6 Jahren Erfahrung in der Agilen Softwareentwicklung ein Kenner seines Faches. Sven arbeitet seit einigen Jahren als Freelancer und hilft Kunden nicht nur bei der Implementierung von agilen Methoden. Aktuell hat es ihn nach Barcelona verschlagen, wo er als Agiler Coach in einem Projekt unterstützt. Zudem erfreut er uns auf diesem Blog mit interessanten Beitragen als Co-Autor und im heutigen Beitrag mit seinen Antworten…

1. Was motiviert dich in dem was du tust?

Als Freelancer arbeite ich immer bei verschiedenen Kunden und treffe die unterschiedlichsten Menschen. Die Umfelder sind nie gleich und ich empfinde es als interessante Herausforderung, mich in diesen Umgebungen zurechtzufinden und die Menschen von agilen Vorgehensweisen zu überzeugen. Besonders motivierend ist es, wenn anfängliche Skeptiker nach einiger Zeit zu Believern werden. Ich freue mich immer besonders, wenn ich in einem Unternehmen Impulse setzen konnte, von denen auch noch gesprochen wird, wenn ich schon wieder weitergezogen bin.

Keep Reading