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Empowerment

Serie Product Owner im Potrait – Eine Rolle, viele Herausforderungen

Die Rolle des Product Owners ist unbenommen eine der herausforderndsten Rollen in der agilen Entwicklung. Daher ist es umso wichtiger, bei der Auswahl genau darauf zu achten, dass diese zentrale Rolle richtig besetzt wird, um den hohen Anforderungen und Herausforderungen zu entsprechen. Alles läuft durch die Hand des Product Owners – er trägt die Verantwortung für das Produkt. Er fungiert als Schnittstelle zum Management und zu internen und externen Projektinteressenten und –beteiligten, sowie zu seinem Team. Dabei stehen für den Product Owner die Bedürfnisse des Kunden im Vordergrund. Diesen Bedürfnissen entspricht er durch die Kenntnis der Marktanforderungen, der zeitlichen und monetären Wichtigkeit der kommenden produktspezifischen Themen. Deshalb plant und führt er das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Team und dem Scrum Master.

Die Erfahrungen aus vielen Projekten zeigen, dass auf eine vernünftige Besetzung der Rolle als Product Owner großen Wert gelegt werden sollte. Die richtige Auswahl ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, da man sich ansonsten schnell auf einen kritischen Pfad begibt und damit

  • den Erfolg eines Produkts oder das Unternehmen gefährdet,
  • Kundenbedürfnisse nicht erfüllt,
  • monetäre Ressourcen verschwendet,
  • die Stärken des Entwicklungsteams nicht nutzt oder
  • die Arbeit eines Scrum Masters / Agilen Coaches zu Staub werden lässt.

Starke Product Owner vereinen viele Talente in sich. Ich verrate kein Geheimnis wenn ich sage, dass es nur wenige gibt, die diese Rolle optimal ausfüllen und leben. Ich habe einige Product Owner kennengelernt und versucht, die Anforderungen an die optimale Ausgestaltung der Rolle in folgendem Schaubild festzuhalten. Keep Reading

Einsatz von Tiger Teams in Pilotprojekten

Eine interessante Herangehensweise, um Scrum im Unternehmen zu etablieren, habe ich auf dem Scrum Day 2009 von Dr. Andrea Tomasini mitgenommen – der Einsatz von Tiger Teams.

In dem dort gezeigten Beispiel, wurde Scrum anhand eines für das Unternehmen strategisch wichtigen Pilotprojekts erfolgreich verbreitet. Wie man das richtige Pilotprojekt identifiziert, beschreibt Mike Cohn in einem kürzlich verfassten Artikel. Hat man das Pilotprojekt im Unternehmen ausfindig gemacht, geht es an die richtige Besetzung des Teams. Hierzu wählt man die besten Leute aus dem Unternehmen aus bzw. diejenigen, die über Erfahrungen mit agiler Softwareentwicklung verfügen. Die Sprunglatte für das erste Projekt setzt man so hoch an, dass man noch drüber springen kann oder mit anderen Worten, dass das Ziel gut erreichbar ist und genügend Business Value geliefert werden kann. Man erzielt somit den Effekt, dass einerseits das Team den Scrum Prozess verinnerlicht und anderseits, ein erfolgreiches Projekt hochgehalten werden kann. Dies dient anschließend dazu, Argumente für den Einsatz von Scrum zu finden. Das vorrangige Ziel des Tiger Teams wird nun deutlich – es soll Scrum an andere weitergeben.

Auf dem Scrum Day (hier mein Rückblick) brachte Tomasini dazu folgendes Beispiel an: Das Pilotprojekt wurde erfolgreich durchgeführt und gelauncht. Nun sollten auch alle anderen aus der Entwicklungsabteilung in fünf neue Teams aufgeteilt werden. Dazu wurden alle notwendigen Personen in einen Raum zusammengebracht, um sich unter der Bedingung – jedes Team soll zwei Personen aus dem Tiger Team aufnehmen – zusammenzustellen. Das Involvement und die Evolution der Teams wurden dabei quasi von Grund auf mitgeliefert.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. dasselbe Vorgehen gewählt?

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