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Agilität

Newsletter: Agil sein! Au-ja!

„Eine abschlägige Antwort ist weniger als nichts.“ 
// August von Platen-Hallermünde, Dichter

Warum agil? Zu wenige stellen sich diese Frage oder beantworten sie, bevor sie sich mit dem „agil werden“ auseinandersetzen. In vielen Gesprächen bei potentiellen Kunden stelle ich diese Frage zu Beginn einer jeden Auftragsklärung. Auch wenn das Unternehmen von sich behauptet, bereits „agil zu sein“. Da „alle“ mittlerweile agil geworden sind, scheint es mit dem agil werden auch keine unlösbare Aufgabe zu sein. 
Doch von welcher Agilität sprechen wir hier eigentlich? Wohl kaum von der Hundesportart „Agility“, die nach einschlägigen Quellen die harmonische Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier verbessert. 

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Newsletter: Vertrauen

„Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche.“ 
// Mohandas Karamchand Gandhi, Rechtsanwalt

Die neue Quartalsplanung wird mit einem zwei-tägigen Offsite eingeleitet. Die Manager die daran teilnehmen haben vorab von ihren Teams die neuen OKRs (Objectives and Key Results) eingesammelt. Nachdem sich alle in der großen Runde anderthalb Tage abgestimmt, ausgetauscht und verhandelt haben, kommt am Nachmittag des zweiten Tages der CEO dazu. Das aktuelle Ergebnis wird vorgestellt, debattiert, zerrissen und am Ende mit einem anderen Resultat im Sinne des CEO verabschiedet. 

Für den ein oder anderen Leser mag dieses Vorgehen altbekannte Routine sein. Die Teams werden nach eigenen Zielen gefragt, die sich an den definierten Jahreszielen orientieren. Doch durch vorhandene Machtstrukturen, Kontrolle und Entscheidungsbefugnisse wird der Grundgedanke der Partizipation sofort wieder zunichte gemacht. 
Für mich zeigt das genannte Beispiel, dass den Mitarbeitern nicht zugetraut wird, die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Im Alltag kann dies dazu führen, dass das Management zum Bottleneck wird, da immer alles von „oben“ abgesegnet werden muss. Oftmals geht dies einher mit Mitarbeitern, die damit beschäftigt sind, Folien zu erstellen und diese in diversen Runden vorzutanzen. 

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Newsletter: Zeitgemäß

„Agile is about slowing down. Not to plan, but to think and explore. Not to figure out how to meet the deadline, but to make sure we build the right thing. Not to take on more, but to take on less.“ 
// Thorbjørn Sigberg

Passend zum Jahreswechsel kam mir das Wort „zeitgemäß“ in den Sinn. Nehmen wir als Beispiel einen Besuch im Café in der Mittagspause. Ich bekomme in einem Einwegbecher meinen Latte Macchiato in die Hand und verlasse das Geschäft. Nach 20 Minuten schmeiße ich den Becher in den Mülleimer und kümmere mich wieder um meine Arbeit.
Millionen von Menschen machen das, vielleicht sogar täglich. Nichts Verwerfliches auf den ersten Blick. Eigentlich ist es aber ein großes Thema. Ein sehr Großes. Zu viel für eine Randnotiz. Hier nur die Schlagworte: Verpackungsmüll, Milch, Tierhaltung, fairer Kaffee.
Tauschen wir die Worte einmal gegen ebenso zeitgemäße Begriffe: Agil, Scrum, Kanban, Transformation. „Agil sein“ wird vor allem mit dem Austausch von Methoden gleichgesetzt oder mit Geschwindigkeit verbunden. Dabei geht es genau um das Gegenteil: Es geht um eine andere Mentalität. 

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Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban

Vor einigen Tagen ist das Buch „Agile Projekte mit Scrum, XP, Kanban im Unternehmen durchführen: Erfahrungsberichte aus der Praxis“ bei mir in der Post gelandet. Ich habe mich schon darauf gefreut, da ich die Texte für Susanne Reppin und Sven Röpstorff vorab lesen und reviewen durfte. Henning Wolf, bekannt durch viele Veröffentlichungen zum Thema Agile Softwareentwicklung, hat sich 13 Fachleute zusammengesucht und diese Erfahrungsberichte im Buch gebündelt wiedergegeben. Eine schöne Idee.

Ich habe bis dato einige Erfahrungsberichte gelesen und finde vieles durch den starken Praxisbezug sehr interessant. Besonders gefallen mir die unterschiedliche Herangehensweisen bei der Umsetzung und die Blickwinkel der Autoren, Lernkurven sowie Lösungsansätze. Im Buch kann man sich zu folgenden Schwerpunkten informieren:

  • Scrum-Einführung in einem klassischen Organisationsumfeld
  • Kanban für Serviceteams
  • Agilität in einem Großunternehmen
  • Vom Micromanagement zu Scrum
  • Agilität unter Festpreisbedingungen
  • Kanban für Systemadministratoren
  • Agilität bei der Unternehmensgründung
  • Agile Werte und Transparenz bei Veränderungsprojekten
  • Kanban in Vertrieb und Verwaltung

Sehr gut finde ich die Idee, nach jedem Kapitel eine Auflistung der agilen Werte als Zusammenfassung zu liefern. Es werden hier Aspekte des Projekts anhand einer Skala eingestuft und zusammenfassende Eräuterungen des jeweiligen Autors vorgenommen.

Für alle diejenigen, die etwas über die Praxis agiler Projekte erfahren möchten, die bereits Vorkenntnisse haben und die oben genannten Themenschwerpunkte interessant finden, sollten nicht zögern einen Blick in das Buch zu werfen. „Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban“ gibt es ab morgen im Buchhandel zu erwerben.

Update zur Verlosung des Buches „Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban“.

Der Gewinner ist in einem komplizierten und kostenintensiven Losverfahren (Danke Björn) ermittelt worden und kann sich schon bald über das Buch freuen. Herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank an die Teilnehmer, deren Vorschläge ich mir zu Herzen nehmen werde. 

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