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Newsletter: Vertrauen

„Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche.“ 
// Mohandas Karamchand Gandhi, Rechtsanwalt

Die neue Quartalsplanung wird mit einem zwei-tägigen Offsite eingeleitet. Die Manager die daran teilnehmen haben vorab von ihren Teams die neuen OKRs (Objectives and Key Results) eingesammelt. Nachdem sich alle in der großen Runde anderthalb Tage abgestimmt, ausgetauscht und verhandelt haben, kommt am Nachmittag des zweiten Tages der CEO dazu. Das aktuelle Ergebnis wird vorgestellt, debattiert, zerrissen und am Ende mit einem anderen Resultat im Sinne des CEO verabschiedet. 

Für den ein oder anderen Leser mag dieses Vorgehen altbekannte Routine sein. Die Teams werden nach eigenen Zielen gefragt, die sich an den definierten Jahreszielen orientieren. Doch durch vorhandene Machtstrukturen, Kontrolle und Entscheidungsbefugnisse wird der Grundgedanke der Partizipation sofort wieder zunichte gemacht. 
Für mich zeigt das genannte Beispiel, dass den Mitarbeitern nicht zugetraut wird, die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Im Alltag kann dies dazu führen, dass das Management zum Bottleneck wird, da immer alles von „oben“ abgesegnet werden muss. Oftmals geht dies einher mit Mitarbeitern, die damit beschäftigt sind, Folien zu erstellen und diese in diversen Runden vorzutanzen. 

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Gastbeitrag: Sprint Zero – Die Null muss stehen

Gastbeitrag: Sven Röpstorff www.agiletransparency.com

Wenn man ein neues Projekt bei einem Kunden beginnt, muss man sich die Projektumgebung oft selbst organisieren oder doch zumindest sicherstellen, dass sie den eigenen Ansprüchen genügt. Gerade bei Scrum-Projekten möchte man gleich mit dem ersten Sprint Funktionalität implementieren und sich nicht erst noch mit organisatorischen Problemen herumschlagen, die man durchaus vorher hätte erledigen können. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wie schlecht vorbereitet manche Teams in ihren ersten Sprint geschickt werden. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach –  man führt vor Sprint 1 einen sogenannten Sprint Zero durch. In diesem vorgelagerten Sprint wird der die Umgebung und der erste Sprint so vorbereitet, dass man sofort mit der Implementierung von Funktionalität beginnen kann. So vermeidet man die üblichen Probleme, z.B. dass man keinen Zugang zum Entwicklungsserver hat, dass ein Entwickler gern einen zusätzlichen Monitor hätte, dass die Stühle im Projektraum Rückenschmerzen verursachen usw.

Der Sprint Zero ist natürlich projekt- und unternehmensspezifisch, aber das folgende Praxisbeispiel gibt vielleicht einen guten Einblick, was man machen kann.

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Gastbeitrag: ATDD kurz erklärt – Die richtigen Dinge entwickeln

Gastbeitrag: Ralf Wirdemann www.b-simple.de

Akzeptanztest-getriebene Entwicklung (kurz ATDD, für Acceptance Test Driven Development) ist eine Entwicklungspraxis, in der die funktionalen Anforderungen einer User Story als konkrete und automatisierbare Beispiele vor der eigentlichen Entwicklung der Story selber geschrieben werden. ATDD fördert die Kommunikation zwischen Product Owner und Entwicklungsteam und hilft Software zu entwickeln, die der Kunde wirklich will. ATDD treibt die Entwicklung einer User Story entlang ihrer Akzeptanzkriterien. Akzeptanzkriterien beschreiben Geschäftsregeln, die erfüllt sein müssen, damit die Story als fertig gilt und vom Product Owner abgenommen wird. Betrachten wir als Beispiel eine User Story für die Durchführung einer Banküberweisung:

Als Kunde will ich einen Betrag von meinem Konto auf ein Zielkonto überweisen.

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AgileEE 2010 – Ein Rückblick

In der letzten Woche war ich – wie 400 weitere Interessierte – in Kiew zu Besuch, um bei der Agile Eastern Europe Conference 2010 (AgileEE) dabei zu sein. Um es vorweg zu nehmen, die Konferenz war ein voller Erfolg. Ich habe einen großen Blumenstrauß an Ideen und Anstößen mitgenommen und viele interessante Leute kennengelernt. Selbst die Stadt ist eine Erfahrung wert und ich fühlte mich zwanzig Jahre zurückversetzt und sah schemenhaft Erinnerungen aus meinem Russischunterricht vor meinem Auge aufblitzen. Nachfolgend ein kurzer Abriss über meine Erlebnisse in der Ukraine, über eine sehr bunte, sympathische, agile und empfehlenswerte Konferenz.

Für alle, die nicht den ganzen Artikel lesen möchten, finden auf www.agileee.org alle Präsentationen der Konferenz. Zudem gibt es schon eine Reihe von Meinungen, Zusammenfassungen und Eindrücken (hier, hier, hier, hier, hier oder hier) wie diesem Beitrag.
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Ein Rückblick – Lean, Agile & Scrum Konferenz 2010

Am Dienstag ging es auf in die Schweiz, um die Lean, Agile & Scrum Konferenz (LAS 2010) in Zürich mit dem Titel „Vom Scrum-Projekt zum schlanken Unternehmen“ zu besuchen. Der erste Flieger – zu unmenschlichen Zeiten – war meiner. Leider habe ich trotzdem die Keynote A thinking tool called Agile von Henrik Kniberg verpasst und konnte nur die letzten Minuten und die Fragen der Zuschauer hören.

Danach ging es mit der Präsentation der Protagonisten dieses Tages weiter, die kurz und knackig ihren Vortrag vorstellten. Ein schöner Einstieg in eine Konferenz, die mit geschätzten 200 Teilnehmern ein sehr angenehmes und sympathisches Flair versprühte. Es ging dann mit einer kleinen Pause und dem ersten Vorträgen los…
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