Meine Top 3 der LKCE 2018

Mit der Frage, was ich von der diesjährigen LKCE’2018 mitgenommen habe, tue ich mich schwer. Warum? Bei vielen der Talks ging es ums Coaching, um die Betonung, das Werte und Prinzipien wichtig, dass Führungskräfte umdenken und vorleben müssen oder das die Menschen ein Wesentlicher Bestandteil von erfolgreichen Veränderungsprozessen sind. Klingt nicht wirklich neu. Und schon gar nicht nach Kanban. Letztendlich hat es aber doch ganz viel damit zu tun. Für mich wird eine Entwicklung sichtbar, die ich wieder herbeisehne und für die gerade die richtige Zeit zu sein scheint: Die Besinnung auf Menschen, Werte und Prinzipien. Führung auf jedem Level.

Meine Highlights der Konferenz im Kurzdurchlauf.

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10 Jahre Scrum

„Success is not delivering a feature, it is learning how to solve a customer’s problem.“ 
// Eric Ries

Ich habe letztens festgestellt, dass mich Scrum mittlerweile über 10 Jahre in unterschiedlichen Unternehmen und Kontexten begleitet. Ein guter Zeitpunkt, um eine kurze Wasserstandsmeldung zu wagen.   

Meine agile Reise fing 2008 an. Ich erzähle noch heute immer wieder gerne von meiner Begeisterung, als ich die ersten Vorträge hörte, das erste Team als Scrum Master begleitete und wie die Sogkraft von Scrum immer stärker wurde. Daran hat sich bis heute auch nichts geändert. Für mich waren vor allem die Werte und Prinzipien des Agilen Manifests hinter Scrum der ausschlaggebende Punkt meiner steigenden Wissbegierde und starken Verbindung. Endlich steht der Mensch im Vordergrund. Egal ob im Unternehmen oder als Kunde.  

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Agile Werte (er)leben auf dem Agile by Nature CAMP 2018

Zum vierten Mal fand das Agile by Nature CAMP in der schönen Lüneburger Heide statt. Auch in diesem Jahr gab es wieder einen knallbunten Blumenstrauß an interessanten Themen. Neben den vielen Sessions zum richtigen Einsatz von Scrum oder Kanban, widmeten Laura (www.improve-coaching.de) und ich uns der Frage, wie wir agilen Werte für Teams erlebbar machen können. In zwei Sessions (unterstützt von @detklu) ging es ans Eingemachte, um jeden Menge Komfortzonen-Erweiterung und vor allem um Spaß.

Die Teilnehmer konnten während der Sessions am eigenen Leib erfahren, welche Konzepte und Übungen aus dem Improvisationstheater im Alltag helfen, um Teams agile Werte und Prinzipien näher zu bringen. Im Anschluss an jede Übung wurden die Teilnehmer dazu befragt, wann sie diese Übung einsetzen würden und welcher agile Wert vor allem angesprochen wird. Wir haben es den Teilnehmern dabei frei gelassen, welche Werte sie nennen.

Das Thema Agile Werte werden Laura und ich noch tiefergehend betrachten. In einem gemeinsamen Buchprojekt, dass im kommenden Jahr erscheinen wird, stellen wir Techniken aus dem Improtheater für den Alltag mit agilen Teams vor. Der aktuelle Arbeitstitel lautet “Agile Werte erlebbar machen – Mit wertvollen Techniken und Übungen aus dem Improvisationstheater die Zusammenarbeit verbessern”. Etwas weiterführende Informationen gibt es hier.

Weitere Bilder zum Agile by Nature CAMP 2018 sind hier zu finden.

Wir sind agil. Wir arbeiten mit Scrum!

„Changing practices is one thing; changing minds is quite another.“ 
// Mike Cohn

“Wir nutzen ein Kanban. Wir sind agil.” Egal wie man es dreht oder wendet, diese Aussagen höre ich oft in Erstgesprächen oder während meiner Begleitung bei Kunden. Eine Trainingsteilnehmerin sagte letztens passend zu Beginn: “Ich würde gerne wissen, ob da noch mehr ist, als Post-its hin und her zu schieben.” 

Sehr viele Unternehmen haben sich in den letzten Jahren lediglich der Methodik zugewandt. Die Mitarbeiter blieben dabei auf der Strecke. Trotzdem finden sich in jeder Selbstdarstellung – neben dem reichhaltigen Obstangebot – eine Reihe an Schlagworten, die ein “agiles Bild” mit entsprechenden “Mindset” zeichnen. “Agil” bedeutet dann zum Beispiel in der Praxis, dass Scrum “passend gemacht” wird, die Vorgesetzten Selbstorganisation verordnen, die Führungskräfte denken, dass sie sich nicht verändern müssen, Teams nicht autonom entscheiden können oder interdisziplinär aufgestellt sind und Hierarchien auf- anstatt abgebaut werden. Vieles davon läuft in Kombination mit politischen Rangeleien, Intransparenz, schlechter Kommunikation, fehlender Vision, nicht gelebter Fehlerkultur oder Veränderungswille. 

All das ist Alltag und zeichnet ein ganz anderes Bild, als die Selbstdarstellung der Unternehmen nach außen. Scrum löst diese Probleme nicht, sondern macht sie sichtbar. Nur Menschen können diese Probleme lösen. Die Mitarbeiter erlangen in den oben beschriebenen Szenarien eine wesentliche Erkenntnis: So nicht! Und diese Haltung kann sehr viele Facetten haben. Aber zum Glück sind wird ja agil! 

Einmal im Quartal halte ich meine Leser mit einer persönlichen Randnotiz zu agilen Themen auf den Laufenden. Lesen Sie mit und melden Sie sich hier an.