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Zusammenarbeit

Gewohntes

Laufen Sie immer im Uhrzeigersinn? Mir ist vor einigen Jahren aufgefallen, dass ich einige Dinge nicht so mache wie andere. Beim Joggen laufe ich zum Beispiel immer gegen den Uhrzeigersinn. Mein innerer Kompass bestimmt das eigenständig. Aus Gewohnheit. Letztens musste ich meine Route ändern und lief am Ende ein Teil der Strecke im Uhrzeigersinn. Mir wurde bewusst, wie bereichernd das war. Ich sah vieles zum ersten Mal und entdeckte die Laufstrecke aus einem ganz anderen Blickwinkel. Diese Erfahrung brachte mich auf die Idee zu diesem Artikel.
Im Arbeitsleben läuft vieles auch sprichwörtlich im Uhrzeigersinn. Häufig werde ich als Berater oder Coach dazu geholt, um die Richtung zu hinterfragen und neue Wege zu erarbeiten oder aufzuzeigen. Das ist gar keine so leichte Aufgabe. Ich zitiere oft folgendes Ergebnis einer medizinischen Studie: Schwerkranken Herzpatienten wurde gesagt, dass sie sehr wahrscheinlich bald sterben würden, wenn sie ihre Gewohnheiten nicht ändern, bspw. durch Sport, gesündere Ernährung oder Verzicht auf Alkohol. Lediglich einer von sieben Patienten schafft es wirklich, einen neuen Weg einzuschlagen. 

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Mach’s mit Liberating Structures

Seitdem ich Liberating Structures kennengelernt habe, nutze ich sie nicht nur für jegliche Art von Workshops, sondern vor allem auch für Retrospektiven. Für mich ist es immer wichtig, die beteiligten Personen bestmöglich und zielgerichtet zur Selbstorganisation und zum Selbstmanagement zu bewegen. Dies gelingt mit den 33 Mikrostrukturen perfekt, die ein sehr weites (wenn nicht unbegrenztes) Spektrum an Einsatzmöglichkeiten abdecken. Egal ob Retrospektive, Team Meeting, Entscheidungsfindung, Strategiemeeting oder Anforderungspriorisierung, die Strukturen helfen dabei, Menschen zum Mitmachen zu bewegen und sinnvolle Ergebnisse zu erzielen – sie brechen bestehende Strukturen auf. Für jeden Moderator ist das reichhaltige Menü an Strukturen ein gefundenes Fressen, um Teilnehmer jeder Gruppengröße einzubeziehen und ihnen die Kontrolle über die Ergebnisse zu übergeben. Durch die vorgegebenen Zeiten geschieht dies in einem klaren Rahmen und beeindruckenden Tempo.

Ein Gefühl von Langeweile

Bekannte Strukturen, wie bspw. Meetings, laufen in den häufigsten Fällen so ab: eine Person spricht, während viele sprichwörtlich in der Nase bohren. Ich habe Personen in Meetings schlafen, auf ihrem Telefon rumspielen oder wehmütig aus dem Fenster blicken sehen. In der Regel gibt es fünf Arten von Meetings. Präsentationen, Status Reports oder geführte Diskussionen führen oftmals zu dem von mir oben beschriebenen Szenarium. Einer redet – die anderen hören zu. Vieles von dem was da „präsentiert“ wird, ist oftmals auch von Einzelnen erdacht und in ein enges Format gepresst. Darüber hinaus gibt es noch die offen Diskussionen oder Brainstorming-Sessions, bei denen der Rahmen unter Umständen gänzlich fehlt.

In diesen Situationen raufe ich mir als Teilnehmer die Haare. Ich habe es immer als schlimm empfunden, wenn die Menschen sich nicht beteiligen konnten, etwas „zum Fressen“ vorgeworfen bekamen. Wenn auch wirklich alles dafür getan wurde, dass sich Kreativität nicht entfalten kann oder Wissen nicht genutzt wurde. Frontbeschallung eben.

Wie oben schon erwähnt, möchte ich in diesem Artikel das Beispiel einer Retrospektive anführen, um einen kleinen Einblick in die Nutzung der befreienden Strukturen zu geben.  Keep Reading

Schwarze Flecken

Immer wieder begleite ich Projekte, in denen die Stimmung aus verschiedenen Gründen wie ein Sog alle und alles in eine Negativ-Spirale zieht. Die Beteiligten arbeiten unter Termindruck, nicht als Team zusammen, dürfen keine autonomen Entscheidungen treffen oder haben überhaupt das Gefühl nicht gehört zu werden. Wie auch immer diese Situation entsteht, alle wissen (oder haben das Gefühl), wie es anders, wie es richtig gehen soll. Sicherlich ist dem einen oder anderen Leser diese oder eine ähnliche Situation bekannt. Resultierend daraus entsteht Demotivation, eine „Dagegen“-Kultur, ein stetiges Diskutieren darüber, wie es sein sollte und was alles so im Großen und Ganzen nicht richtig läuft. Berechtigt oder nicht.

Bei einem meiner letzten Kundenprojekte steckte ich wieder in so einer Situation. Für die nächste Retrospektiven dachte ich mir deshalb etwas Neues aus: Ich teilte allen Teilnehmern ein Blatt Papier aus und legte es umgekehrt auf den Tisch. Keep Reading

(M)ein bunter Beitrag

Zu meiner Rolle gehört auch, dass ich mich nicht unbedingt immer beliebt mache. Ich denke hier vor allem auch an die Finanzabteilungen der Unternehmen in denen ich tätig bin. Dort steigen die Ausgaben für „Büromaterial“ nämlich erheblich an, da es sich im Laufe der Zeit bisher immer etabliert, dass Post-its zum Hauptwerkzeug der Wahl werden (btw. das Investment hat sich bisher immer ausgezahlt). Sei es bspw. zur Visualisierung von Aufgaben im Team, zum Festhalten von Ideen in Workshops oder zur Raumgestaltung. 😉

In einem bunten Beitrag habe ich kurz dokumentiert, worauf man sich mit mir einlässt. 😉

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Most Valuable Team Player

Vor kurzem fand die amerikanische Basketball-Liga in einem packenden Play-off-Finale der Dallas Mavericks gegen die Miami Heat ihr Ende. Hervorzuheben ist ein Spieler, der über Jahre bemerkenswerte Leistungen in der NBA erzielt und als „German Wunderkind“ oder „Dunking Deutschman“ bekannt ist. Dirk Nowitzki rückt in der Reihe berühmter Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Steffi Graf oder Michael Schumacher einige Plätze nach vorne. Sie interessieren sich nicht für Basketball? Nun, ich muss zugeben, ich auch nicht. Gestatten sie mir jedoch einen kleinen Ausflug in die Welt des Sports und die folgende Analogie.

Das Spiel war für Dirk Nowitzki an diesem großen Finaltag sehr durchwachsen, wie die FAZ anschließend berichtete:

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