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Robert Wiechmann

Dipl.-Kaufm. Robert Wiechmann unterstützt mit Herzblut Organisationen bei ihrer agilen Transition. Neben der Unterstützung und dem Aufbau von Scrum und Kanban Teams in der Softwareentwicklung, lässt er auch alle weiteren Unternehmensbereiche nicht aus dem Auge. Er hat Freude daran, Teams jeglicher Fasson zu einer Einheit zusammenzuschweißen und sich dabei ständig weiterzuentwickeln. Die Basis seiner Arbeit baut auf Respekt, Vertrauen sowie Wertschätzung auf. Wichtig ist ihm das Zusammenspiel von Zielorientierung, Klarheit, Einfachheit, Selbstverantwortung, Kreativität und Spaß. Sein Mut, offen auch unbequeme Dinge anzusprechen, lässt die Arbeit mit ihm praxisorientiert und auf Augenhöhe sein. Seine Arbeit als Agiler Coach ist von Kreativität geprägt und scheut auch nicht die Beschreitung neuer Wege.

Meine Top 3 der LKCE 2018

Mit der Frage, was ich von der diesjährigen LKCE’2018 mitgenommen habe, tue ich mich schwer. Warum? Bei vielen der Talks ging es ums Coaching, um die Betonung, das Werte und Prinzipien wichtig, dass Führungskräfte umdenken und vorleben müssen oder das die Menschen ein Wesentlicher Bestandteil von erfolgreichen Veränderungsprozessen sind. Klingt nicht wirklich neu. Und schon gar nicht nach Kanban. Letztendlich hat es aber doch ganz viel damit zu tun. Für mich wird eine Entwicklung sichtbar, die ich wieder herbeisehne und für die gerade die richtige Zeit zu sein scheint: Die Besinnung auf Menschen, Werte und Prinzipien. Führung auf jedem Level.

Meine Highlights der Konferenz im Kurzdurchlauf.

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Agile Werte (er)leben auf dem Agile by Nature CAMP 2018

Zum vierten Mal fand das Agile by Nature CAMP in der schönen Lüneburger Heide statt. Auch in diesem Jahr gab es wieder einen knallbunten Blumenstrauß an interessanten Themen. Neben den vielen Sessions zum richtigen Einsatz von Scrum oder Kanban, widmeten Laura (www.improve-coaching.de) und ich uns der Frage, wie wir agilen Werte für Teams erlebbar machen können. In zwei Sessions (unterstützt von @detklu) ging es ans Eingemachte, um jeden Menge Komfortzonen-Erweiterung und vor allem um Spaß.

Die Teilnehmer konnten während der Sessions am eigenen Leib erfahren, welche Konzepte und Übungen aus dem Improvisationstheater im Alltag helfen, um Teams agile Werte und Prinzipien näher zu bringen. Im Anschluss an jede Übung wurden die Teilnehmer dazu befragt, wann sie diese Übung einsetzen würden und welcher agile Wert vor allem angesprochen wird. Wir haben es den Teilnehmern dabei frei gelassen, welche Werte sie nennen.

Das Thema Agile Werte werden Laura und ich noch tiefergehend betrachten. In einem gemeinsamen Buchprojekt, dass im kommenden Jahr erscheinen wird, stellen wir Techniken aus dem Improtheater für den Alltag mit agilen Teams vor. Der aktuelle Arbeitstitel lautet „Agile Werte erlebbar machen – Mit wertvollen Techniken und Übungen aus dem Improvisationstheater die Zusammenarbeit verbessern“. Etwas weiterführende Informationen gibt es hier.

Weitere Bilder zum Agile by Nature CAMP 2018 sind hier zu finden.

Mach’s mit Liberating Structures

Seitdem ich Liberating Structures kennengelernt habe, nutze ich sie nicht nur für jegliche Art von Workshops, sondern vor allem auch für Retrospektiven. Für mich ist es immer wichtig, die beteiligten Personen bestmöglich und zielgerichtet zur Selbstorganisation und zum Selbstmanagement zu bewegen. Dies gelingt mit den 33 Mikrostrukturen perfekt, die ein sehr weites (wenn nicht unbegrenztes) Spektrum an Einsatzmöglichkeiten abdecken. Egal ob Retrospektive, Team Meeting, Entscheidungsfindung, Strategiemeeting oder Anforderungspriorisierung, die Strukturen helfen dabei, Menschen zum Mitmachen zu bewegen und sinnvolle Ergebnisse zu erzielen – sie brechen bestehende Strukturen auf. Für jeden Moderator ist das reichhaltige Menü an Strukturen ein gefundenes Fressen, um Teilnehmer jeder Gruppengröße einzubeziehen und ihnen die Kontrolle über die Ergebnisse zu übergeben. Durch die vorgegebenen Zeiten geschieht dies in einem klaren Rahmen und beeindruckenden Tempo.

Ein Gefühl von Langeweile

Bekannte Strukturen, wie bspw. Meetings, laufen in den häufigsten Fällen so ab: eine Person spricht, während viele sprichwörtlich in der Nase bohren. Ich habe Personen in Meetings schlafen, auf ihrem Telefon rumspielen oder wehmütig aus dem Fenster blicken sehen. In der Regel gibt es fünf Arten von Meetings. Präsentationen, Status Reports oder geführte Diskussionen führen oftmals zu dem von mir oben beschriebenen Szenarium. Einer redet – die anderen hören zu. Vieles von dem was da „präsentiert“ wird, ist oftmals auch von Einzelnen erdacht und in ein enges Format gepresst. Darüber hinaus gibt es noch die offen Diskussionen oder Brainstorming-Sessions, bei denen der Rahmen unter Umständen gänzlich fehlt.

In diesen Situationen raufe ich mir als Teilnehmer die Haare. Ich habe es immer als schlimm empfunden, wenn die Menschen sich nicht beteiligen konnten, etwas „zum Fressen“ vorgeworfen bekamen. Wenn auch wirklich alles dafür getan wurde, dass sich Kreativität nicht entfalten kann oder Wissen nicht genutzt wurde. Frontbeschallung eben.

Wie oben schon erwähnt, möchte ich in diesem Artikel das Beispiel einer Retrospektive anführen, um einen kleinen Einblick in die Nutzung der befreienden Strukturen zu geben.  Keep Reading

Der erste World Retrospective Day 2018

Dr. Tobias Baier

Auf dem diesjährigen Agile by Nature Camp stellte Toby die Idee des World Retrespective Days (WRD) in einer der Sessions vor. Toby, also Tobias Baier, ist vielen bekannt als Produzent des Einschlafen Podcast sowie seines Podcasts zum Agilen Produktmanagement. Die Idee des WRDs gefiel mir und so kamen wir ins Gespräch und beschlossen gemeinsam das nachfolgende Interview.

Was hat es mit dem Tag auf sich? Woher stammt die Idee? Wie kann ich teilnehmen? Die Antworten auf diese Fragen folgen prompt.

Toby, stell dich doch bitte kurz vor:

Ich bin Toby, und nachdem ich nach der Uni erst 6 Jahre als Software-Entwickler gearbeitet habe, war ich dann 4 Jahre lang Produktmanager, um jetzt seit 3 Jahren im Agile Coaching angekommen zu sein. Ich kenne also viele verschiedene Perspektiven, versuche mich immer weiter zu entwickeln und zu lernen! Eines meiner großen Vorbilder ist Diana Larsen, Autorin des wichtigsten Buches über Agile Retrospektiven, die auch immer noch lernen will, von allen, mit denen sie zu tun hat.

Was können wir uns unter dem WRD vorstellen?

Der World Retrospective Day wird ein Tag, an dem weltweit Events zum Thema „Agile Retrospektiven“ stattfinden werden. Das rangiert von Meetups nach dem Lean Coffee Format, Workshops zum Thema „Spiele in Retrospektiven“, klassischen Vorträgen, oder auch dem Retrospective Facilitation Workshop (leider bereits ausgebucht), den ich in Hamburg anbiete. Zusätzlich zu den lokalen Events werden einige Online-Aktivitäten stattfinden, damit auch wirklich jeder etwas davon haben kann. Das Programm wächst derzeit noch, wir dürfen also gespannt sein, was die Community noch für Ideen hat! Keep Reading