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Agile

Der erste World Retrospective Day 2018

Dr. Tobias Baier

Auf dem diesjährigen Agile by Nature Camp stellte Toby die Idee des World Retrespective Days (WRD) in einer der Sessions vor. Toby, also Tobias Baier, ist vielen bekannt als Produzent des Einschlafen Podcast sowie seines Podcasts zum Agilen Produktmanagement. Die Idee des WRDs gefiel mir und so kamen wir ins Gespräch und beschlossen gemeinsam das nachfolgende Interview.

Was hat es mit dem Tag auf sich? Woher stammt die Idee? Wie kann ich teilnehmen? Die Antworten auf diese Fragen folgen prompt.

Toby, stell dich doch bitte kurz vor:

Ich bin Toby, und nachdem ich nach der Uni erst 6 Jahre als Software-Entwickler gearbeitet habe, war ich dann 4 Jahre lang Produktmanager, um jetzt seit 3 Jahren im Agile Coaching angekommen zu sein. Ich kenne also viele verschiedene Perspektiven, versuche mich immer weiter zu entwickeln und zu lernen! Eines meiner großen Vorbilder ist Diana Larsen, Autorin des wichtigsten Buches über Agile Retrospektiven, die auch immer noch lernen will, von allen, mit denen sie zu tun hat.

Was können wir uns unter dem WRD vorstellen?

Der World Retrospective Day wird ein Tag, an dem weltweit Events zum Thema „Agile Retrospektiven“ stattfinden werden. Das rangiert von Meetups nach dem Lean Coffee Format, Workshops zum Thema „Spiele in Retrospektiven“, klassischen Vorträgen, oder auch dem Retrospective Facilitation Workshop (leider bereits ausgebucht), den ich in Hamburg anbiete. Zusätzlich zu den lokalen Events werden einige Online-Aktivitäten stattfinden, damit auch wirklich jeder etwas davon haben kann. Das Programm wächst derzeit noch, wir dürfen also gespannt sein, was die Community noch für Ideen hat! Keep Reading

Auf einen Rückblick – Agile by Nature Camp 2017

Zum dritten mal kamen die Agilen Enthusiasten des Nordens in der Lüneburger Heide zusammen, um sich gemeinsam über Fragestellungen und Themen rund um den agilen Arbeitsalltag auszutauschen. Die Themen waren wie immer sehr vielfältig und die Diskussionen spannend.

Es ging u.a. um praktische Themen wie das Ausprobieren von Gruppen-Simulationen, die Verwendung von Story-Maps oder dem Einsatz von Improvisationstheater. Daneben wurde aber auch viel über Klassiker wie unklares Rollenverständnis, halbherzige Transitionen oder allgemeine Missverständnisse in der Anwendung von bspw. Scrum gesprochen.

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Hansei: Retrospektiven zur Selbstreflexion nutzen

In der vergangenen Woche habe ich erneut einen Personal Kanban Workshop gegeben. Darin geht es nicht nur um das Erstellen eines persönlichen Kanban, dass Verstehen der eigenen Aufgaben oder das Beschriften von Post-its, sondern vor allem um den Blick auf sich selber: Die Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit, dem Arbeitsumfeld, der persönlichen Arbeitsorganisation, also einer reflektierenden Wahrnehmung des eigenen Handelns.

Vielen Teilnehmern wird dabei erst (wieder) bewusst, dass sie selber den Stein der Veränderung ins Rollen bringen können und müssen.

„Success can only be achieved through repeated failure and introspection.“ (Soichiro Honda)

Persönlicher Brief an Teammitglieder mit Erinnerung an selbstgestecktes Ziel

Die Teilnehmer von Zeit- und Selbstmanagement Seminaren wissen im Grunde sehr gut, was notwendig ist, um sich zu verbessern: die Veränderung der Gewohnheiten. Ganz im Sinne von „Es muss nicht besser werden, wenn es anders wird. Aber wenn es besser werden soll, muss es anders werden.“ oder „Wenn du das machst, was du immer machst, kriegst du auch immer, was du immer kriegst.“

Toyota hat den Begriff „Hansei“ (jap. „Selbstreflexion“) mit dem Toyota Production System geprägt. Hansei dient dazu, sich seiner eigenen Schwächen im Klaren zu sein und sich dies zu Nutze zu machen, um kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) zu erreichen.

Retrospektiven sind das Mittel meiner Wahl, um die Teams und Unternehmen die ich begleite durch ständiges Inspizieren und Adaptieren die Selbst- oder Teamreflexion voranzutreiben. Dabei lasse ich die Beteiligten auch gerne gezielt sich selber einschätzen.  In den Retrospektiven nutze ich gerne die Frage „Was habe ich in den vergangen Tagen gelernt?“ oder auch „Was weiß ich jetzt, was ich vor dem letzten Sprint noch nicht wusste?“ für den Rückblick und die eigene Reflexion. Für den Ausblick verwende ich oftmals die Frage „Was nehme ich mir persönlich für die nächsten zwei Wochen vor?“ oder „Welche meiner Stärken möchte ich wie ausbauen?“, um auch hier das ständige Lernen bei den Teilnehmern zur Routine werden zu lassen.
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