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Robert Wiechmann

Dipl.-Kaufm. Robert Wiechmann unterstützt mit Herzblut Organisationen bei ihrer agilen Transition. Neben der Unterstützung und dem Aufbau von Scrum und Kanban Teams in der Softwareentwicklung, lässt er auch alle weiteren Unternehmensbereiche nicht aus dem Auge. Er hat Freude daran, Teams jeglicher Fasson zu einer Einheit zusammenzuschweißen und sich dabei ständig weiterzuentwickeln. Die Basis seiner Arbeit baut auf Respekt, Vertrauen sowie Wertschätzung auf. Wichtig ist ihm das Zusammenspiel von Zielorientierung, Klarheit, Einfachheit, Selbstverantwortung, Kreativität und Spaß. Sein Mut, offen auch unbequeme Dinge anzusprechen, lässt die Arbeit mit ihm praxisorientiert und auf Augenhöhe sein. Seine Arbeit als Agiler Coach ist von Kreativität geprägt und scheut auch nicht die Beschreitung neuer Wege.

Der erste World Retrospective Day 2018

Dr. Tobias Baier

Auf dem diesjährigen Agile by Nature Camp stellte Toby die Idee des World Retrespective Days (WRD) in einer der Sessions vor. Toby, also Tobias Baier, ist vielen bekannt als Produzent des Einschlafen Podcast sowie seines Podcasts zum Agilen Produktmanagement. Die Idee des WRDs gefiel mir und so kamen wir ins Gespräch und beschlossen gemeinsam das nachfolgende Interview.

Was hat es mit dem Tag auf sich? Woher stammt die Idee? Wie kann ich teilnehmen? Die Antworten auf diese Fragen folgen prompt.

Toby, stell dich doch bitte kurz vor:

Ich bin Toby, und nachdem ich nach der Uni erst 6 Jahre als Software-Entwickler gearbeitet habe, war ich dann 4 Jahre lang Produktmanager, um jetzt seit 3 Jahren im Agile Coaching angekommen zu sein. Ich kenne also viele verschiedene Perspektiven, versuche mich immer weiter zu entwickeln und zu lernen! Eines meiner großen Vorbilder ist Diana Larsen, Autorin des wichtigsten Buches über Agile Retrospektiven, die auch immer noch lernen will, von allen, mit denen sie zu tun hat.

Was können wir uns unter dem WRD vorstellen?

Der World Retrospective Day wird ein Tag, an dem weltweit Events zum Thema „Agile Retrospektiven“ stattfinden werden. Das rangiert von Meetups nach dem Lean Coffee Format, Workshops zum Thema „Spiele in Retrospektiven“, klassischen Vorträgen, oder auch dem Retrospective Facilitation Workshop (leider bereits ausgebucht), den ich in Hamburg anbiete. Zusätzlich zu den lokalen Events werden einige Online-Aktivitäten stattfinden, damit auch wirklich jeder etwas davon haben kann. Das Programm wächst derzeit noch, wir dürfen also gespannt sein, was die Community noch für Ideen hat! Keep Reading

Schwarze Flecken

Immer wieder begleite ich Projekte, in denen die Stimmung aus verschiedenen Gründen wie ein Sog alle und alles in eine Negativ-Spirale zieht. Die Beteiligten arbeiten unter Termindruck, nicht als Team zusammen, dürfen keine autonomen Entscheidungen treffen oder haben überhaupt das Gefühl nicht gehört zu werden. Wie auch immer diese Situation entsteht, alle wissen (oder haben das Gefühl), wie es anders, wie es richtig gehen soll. Sicherlich ist dem einen oder anderen Leser diese oder eine ähnliche Situation bekannt. Resultierend daraus entsteht Demotivation, eine „Dagegen“-Kultur, ein stetiges Diskutieren darüber, wie es sein sollte und was alles so im Großen und Ganzen nicht richtig läuft. Berechtigt oder nicht.

Bei einem meiner letzten Kundenprojekte steckte ich wieder in so einer Situation. Für die nächste Retrospektiven dachte ich mir deshalb etwas Neues aus: Ich teilte allen Teilnehmern ein Blatt Papier aus und legte es umgekehrt auf den Tisch. Keep Reading

Auf einen Rückblick – Agile by Nature Camp 2017

Zum dritten mal kamen die Agilen Enthusiasten des Nordens in der Lüneburger Heide zusammen, um sich gemeinsam über Fragestellungen und Themen rund um den agilen Arbeitsalltag auszutauschen. Die Themen waren wie immer sehr vielfältig und die Diskussionen spannend.

Es ging u.a. um praktische Themen wie das Ausprobieren von Gruppen-Simulationen, die Verwendung von Story-Maps oder dem Einsatz von Improvisationstheater. Daneben wurde aber auch viel über Klassiker wie unklares Rollenverständnis, halbherzige Transitionen oder allgemeine Missverständnisse in der Anwendung von bspw. Scrum gesprochen.

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MTP Engage Hamburg 2017 in Hamburg

Am vergangen Freitag habe ich bei der MTP Engage in Hamburg als Unterstützer fungiert. Dadurch hatte ich die Chance neben ca. 300 Besuchern einer hervorragenden Konferenz mit dem Schwerpunktthema Produktmanagement beizuwohnen und viele Gespräche mit bekannten und netten Menschen zu führen.

Während meiner Zeit vor Ort, konnte ich glücklicherweise die Gelegenheit nutzen und die Keynote „Memento product mori: Of ethics in digital product design“ von Sebastian Deterding besuchen. In seiner Präsentation verwendet Sebastian anschauliche Beispiele, die einem im ersten Moment amüsant erscheinen, dann einem jedoch mit aller Klarheit ins Gesicht schreien: „Da stimmt etwas nicht!“ Obst in flüssiger und abgepackter Form wird in Kombination mit „dem“ Gerät verkauft, dass wirklich das aller Beste aus dem Inhalt herausholt. Firmen, wie Uber, die das Gesetz gerne ausnutzen und Schlupflöcher nutzen, nur um ihren Marktwert in die Höhe steigen zu lassen.

Sein Vortrag hat mich stark beeindruckt, indem er von Moral und Ethik bei der Produktentwicklung spricht. Davon also, dass es nicht nur darum geht die Kundenbedürfnisse zu befriedigen und damit möglichst „erfolgreich“ als Unternehmen zu sein, sondern vor allem um das Wohl aller. Stiftet das Produkt einen Sinn? Was passiert mit dem Produkt nach dem berechneten Lebenszyklus im Unternehmen? Wie nachhaltig sind die Services und Produkte die wir anbieten? Welchen Fußabdruck hinterlässt mein Produkt in der Welt? Welche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen Firmen die digitale Dienstleistungen und Produkte verkaufen?
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