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Dezember 2009

Konsens schaffen mit einer Hand

Häufig fällt es in einer Gruppe schwer, zu einer einstimmigen Meinung zu kommen. Ein nützliches Werkzeug, um eine Entscheidung herbeizuführen, ist die Fist to Five Methode. Die Technik wird folgendermaßen angewandt: Der Moderator formuliert eine Entscheidung die getroffen werden soll. Jede Person aus der Runde zeigt dabei seine Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung durch das Zeigen seiner Faust oder Finger.

Entscheidung herbeiführen

  • 1 Finger zu zeigen heißt, dass noch bestimmte Probleme besprochen werden müssen und Änderungen vorgeschlagen werden, die zu einer Annäherung führen.
  • 2 Finger bedeutet, dass der Vorschlag gut ist, aber kleinere Probleme noch diskutiert werden müssen.
  • 3 Finger drücken aus, dass es eine gute Entscheidung darstellt und der Vorschlag ohne weitere Diskussionen akzeptiert wird.
  • 4 Finger bestätigen die Entscheidung und zeigen an, dass man bereit ist dafür zu arbeiten.
  • 5 Finger gehen noch einen Schritt weiter und bekunden die Mithilfe bei der Umsetzung.

Die Faust bedeutet dabei, dass noch ausführlicher über den Vorschlag gesprochen werden sollte und noch kein Konsens hergestellt werden kann.

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Einsatz von Tiger Teams in Pilotprojekten

Eine interessante Herangehensweise, um Scrum im Unternehmen zu etablieren, habe ich auf dem Scrum Day 2009 von Dr. Andrea Tomasini mitgenommen – der Einsatz von Tiger Teams.

In dem dort gezeigten Beispiel, wurde Scrum anhand eines für das Unternehmen strategisch wichtigen Pilotprojekts erfolgreich verbreitet. Wie man das richtige Pilotprojekt identifiziert, beschreibt Mike Cohn in einem kürzlich verfassten Artikel. Hat man das Pilotprojekt im Unternehmen ausfindig gemacht, geht es an die richtige Besetzung des Teams. Hierzu wählt man die besten Leute aus dem Unternehmen aus bzw. diejenigen, die über Erfahrungen mit agiler Softwareentwicklung verfügen. Die Sprunglatte für das erste Projekt setzt man so hoch an, dass man noch drüber springen kann oder mit anderen Worten, dass das Ziel gut erreichbar ist und genügend Business Value geliefert werden kann. Man erzielt somit den Effekt, dass einerseits das Team den Scrum Prozess verinnerlicht und anderseits, ein erfolgreiches Projekt hochgehalten werden kann. Dies dient anschließend dazu, Argumente für den Einsatz von Scrum zu finden. Das vorrangige Ziel des Tiger Teams wird nun deutlich – es soll Scrum an andere weitergeben.

Auf dem Scrum Day (hier mein Rückblick) brachte Tomasini dazu folgendes Beispiel an: Das Pilotprojekt wurde erfolgreich durchgeführt und gelauncht. Nun sollten auch alle anderen aus der Entwicklungsabteilung in fünf neue Teams aufgeteilt werden. Dazu wurden alle notwendigen Personen in einen Raum zusammengebracht, um sich unter der Bedingung – jedes Team soll zwei Personen aus dem Tiger Team aufnehmen – zusammenzustellen. Das Involvement und die Evolution der Teams wurden dabei quasi von Grund auf mitgeliefert.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. dasselbe Vorgehen gewählt?

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Scrum Day 2009 in Düsseldorf – ein Rückblick

Der Scrum Day 2009 fand am Mittwoch in Düsseldorf, besser gesagt in Neuss statt, was mir der Taxifahrer unmissverständlich klarmachte. Es war ein Tag voller Höhen und Tiefen und das lag nicht nur am Flug von Hamburg nach Düsseldorf. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke vom zweiten Tag des Scrum Days, der sich gegenüber dem ersten Workshoptag nur aus Vorträgen zusammensetzte. 

Den Anfang machte Joseph Pelrine mit seiner Keynote, in der er die Frage zu klären versuchte Warum funktioniert Scrum? In seinem Vortrag bezog er sich auf das Warum, da sich alle im Auditorium einig waren – Scrum funktioniert. Interessant und amüsant vorgetragen – trotz einiger Gläser Rotwein am Vortag…

Im Anschluss folgte ein Vortrag der XING AG mit dem Titel AmaXING Agile – keine Heilung ohne Jucken, indem über den Einsatz von agilen Methoden im Unternehmen berichtet wurde. Dabei wurde anhand praktischer Beispiele aufgezeigt, welche Probleme vor der Einführung von Scrum da waren, wie man mit Scrum diesen Problemen entgegentrat und welche Learnings im Laufe der Zeit gemacht wurden. Weiterlesen