8 Werte für die Helden der Arbeit

Als ich vor vielen Jahren in einer Agentur als Projektmanager arbeitete, war mein Arbeitsalltag von vielen persönlichen Tiefschlägen, harten Auseinandersetzungen, Bevormundung, Misstrauen, Überstunden sowie durch das Anzweifeln meiner Fertig- und Fähigkeiten geprägt. Es ging nicht nur mir so. Es herrschte eine gelebte Angstkultur, anhaltender Druck und das ständige Gefühl, nichts richtig zu machen oder entscheiden zu können. Meine anfängliche Euphorie, etwas bewegen zu können, schwand jeden Tag und ich stellte mir oft die Frage: Ist das jetzt mein Arbeitsleben?

Nachdem ich die Agentur hinter mir gelassen hatte und eine neue Stelle annahm, passierte das Beste, was mir zur damaligen Zeit passieren konnte. Ich kam in Berührung mit Scrum. Für mich eröffnete sich eine ganz neue Welt. Ich saugte förmlich alles zum Thema auf. Agilität wurde für mich zum Inbegriff des Arbeitens und ich war so froh, dass der Mensch in den Vordergrund rückte. Für viele meiner damaligen Kollegen war es ein Neuanfang. Es war eine ganz besondere Atmosphäre und ich spürte, dass meine Wertvorstellungen auf Gleichgesinnte trafen. Seitdem ist für mich klar, dass es nichts Wichtigeres für den Unternehmenserfolg gibt, als die Menschen dahinter und die Freiheit, Werte zu leben.

Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen durch die voranschreitende Digitalisierung und Dynamik der Märkte für Unternehmen stark verändert. Der notwendige Wandel und die damit einhergehenden Lernzyklen müssen in immer kürzer werdenden Zeitabständen erfolgen. Durch die starke Verdichtung zählt vor allem der schnelle oder nächste Erfolg. Doch ich bin der festen Überzeugung: Legt ein Unternehmen keine solide Basis für eine Wertekultur und hinterfragt es nicht alte Denkmuster, ist es in kritischen Phasen und zunehmend unsicheren Zeiten unzureichend aufgestellt.

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Gewohntes

Laufen Sie immer im Uhrzeigersinn? Mir ist vor einigen Jahren aufgefallen, dass ich einige Dinge nicht so mache wie andere. Beim Joggen laufe ich zum Beispiel immer gegen den Uhrzeigersinn. Mein innerer Kompass bestimmt das eigenständig. Aus Gewohnheit. Letztens musste ich meine Route ändern und lief am Ende ein Teil der Strecke im Uhrzeigersinn. Mir wurde bewusst, wie bereichernd das war. Ich sah vieles zum ersten Mal und entdeckte die Laufstrecke aus einem ganz anderen Blickwinkel. Diese Erfahrung brachte mich auf die Idee zu diesem Artikel.
Im Arbeitsleben läuft vieles auch sprichwörtlich im Uhrzeigersinn. Häufig werde ich als Berater oder Coach dazu geholt, um die Richtung zu hinterfragen und neue Wege zu erarbeiten oder aufzuzeigen. Das ist gar keine so leichte Aufgabe. Ich zitiere oft folgendes Ergebnis einer medizinischen Studie: Schwerkranken Herzpatienten wurde gesagt, dass sie sehr wahrscheinlich bald sterben würden, wenn sie ihre Gewohnheiten nicht ändern, bspw. durch Sport, gesündere Ernährung oder Verzicht auf Alkohol. Lediglich einer von sieben Patienten schafft es wirklich, einen neuen Weg einzuschlagen. 

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Agile by Nature CAMP 2019

Ende August fand dieses Jahr das fünfte Agile by Nature CAMP statt. Bei großartigem Wetter wurden die aktuellen agilen Themen, brennenden Fragen, Simulationen oder Spiele ausprobiert. Wie auch die anderen Jahre zuvor, bestätigten die Teilnehmer wieder “die besondere Stimmung” des Events, bei der man in tiefgründige Gespräche oder Sessions eintauchen kann.

Als Organisator war ich besonders froh darüber, dass wir in diesem Jahr durchweg sonniges Wetter hatten, so dass auch viele Aktivitäten und Sessions in der Sonne stattfinden konnten.

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